Aktuelles zum Kaufmann für Büromanagement (November 2013)

KWB-News Aus- und Weiterbildung 29.10.2013

BIBB-Hauptausschuss stimmt Neuordnung der Büroberufe zu

Der Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hat der Ausbildungsordnung zum neuen Beruf "Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement" zugestimmt. Vorbehaltlich der Rechtsförmlichkeitsprüfung des Bundesjustizministeriums und der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt tritt der neue Ausbildungsberuf zum 1. August 2014 in Kraft. Mit der neuen Ausbildungsordnung werden die drei bestehenden Berufe Bürokaufmann/-frau, Kaufmann/-frau für Bürokommunikation und Fachangestellte/-r für Bürokommunikation zu einem Beruf zusammengefasst und eine gemeinsame Ausbildungsgrundlage für Industrie, Handel, Dienstleistungen und Öffentlichen Dienst geschaffen. Zur Unterstützung des Ausbildungspersonals plant das BIBB die Veröffentlichung von Umsetzungshilfen für Anfang 2014.

Weitere Informationen unter: www.bibb.de/de/60841.htm

Das neue Berufsprofil ist gekennzeichnet durch Büro- und Geschäftsprozesse, die kaufmännische und bürowirtschaftliche Pflichtqualifikationen abdecken. Durch die Auswahl von zwei der zehn möglichen Wahlqualifikationen werden diese ergänzt. Wahlqualifikationen mit einer Dauer von jeweils fünf Monaten sind in folgenden Bereichen möglich: Auftragssteuerung und -koordination; kaufmännische Steuerung und Kontrolle; kaufmännische Abläufe in kleinen und mittleren Unternehmen; Einkauf und Logistik; Marketing und Vertrieb; Personalwirtschaft; Assistenz und Sekretariat; Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement; Verwaltung und Recht sowie öffentliche Finanzwirtschaft. Vor allem die beiden Letzteren richten sich spezifisch an Ausbildungsbetriebe im Öffentlichen Dienst. Ein besonderes Angebot für leistungsstarke Auszubildende ist, eine noch nicht gewählte Wahlqualifikation als Zusatzqualifikation zu vermitteln und zu prüfen.

Die Abschlussprüfung wird künftig in zwei Teilen als "gestreckte Abschlussprüfung" erfolgen. Die klassische Zwischenprüfung entfällt. Der erste Teil der Prüfung erfolgt zur Mitte der Ausbildung und umfasst die ersten fünfzehn Monate. Innovativ ist in Teil 2 eine neuartige, mündliche Prüfungsgestaltung, die einen in den Wahlqualifikationen vom Auszubildenden selbst erarbeiteten Report zum Ausgangspunkt für ein Fachgespräch macht und einen besonderen Praxisbezug in der Prüfung sicherstellen soll. Neben dieser Variante ist die gängige Stellung von praxisbezogenen Fachaufgaben durch den Prüfungsausschuss möglich. Die Prüfung soll bis 2020 einer wissenschaftlichen Evaluation durch das Bundesinstitut für Berufsbildung unterzogen werden.

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